



Im Jahr 2004 startete das Projekt ESDRED (Engineering Studies and Demonstrations of Repository Design), das von der Europäischen Kommission als Teilprojekt des 6. EURATOM Rahmenprogramms finanziert wird. An diesem Projekt sind 13 Endlagerorganisationen und Forschungseinrichtungen aus neun europäischen Ländern beteiligt. Das Hauptziel von ESDRED ist der Nachweis der technischen Machbarkeit der Errichtung, des Betriebes und des Verschlusses tiefer geologischer Endlager für hoch radioaktive Abfälle. Zu diesem Zweck wurde das Projekt thematisch in vier Projektmodule unterteilt. Das Projektmodul 2 befasst sich mit der Transport- und Endlagertechnik für Endlagerbehälter für hochradioaktive Abfälle. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Entwicklung und Erprobung von Einlagerungstechnik für ausgediente Brennelemente in Brennstabkokillen. Dieses Teilvorhaben leitet die DBE TECHNOLOGY GmbH.
Die DBE TECHNOLOGY GmbH organisierte am 04. und 05.November 2008 einen Workshop, um den Entwicklungsstand der Entsorgung bei der Transport- und Einlagerungstechnik für Endlagerbehälter mit verglasten Wiederaufarbeitungsabfällen und ausgedienten Brennelementen einem interessierten Fachpublikum darzustellen. Am ersten Tag des Workshops diskutierten Fachleute aus Frankreich (ANDRA), England (NDA), Belgien (ONDRAF/NIRAS), Schweden (SKB), Finnland (POSIVA), Spanien (AITEMIN), Schweiz (NAGRA) und Tschechien (RAWRA) sowie aus der deutschen Energiewirtschaft (GNS) und von der TU Bergakademie Freiberg dazu den Stand von Wissenschaft und Technik im Bereich Endlagertechnik.
Die DBE TECHNOLOGY GmbH berichtete über das deutsche Referenzkonzept für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle, das Forschungsprogramm zur Direkten Endlagerung von ausgedienten Brennelementen und über das aktuelle Vorhaben zur Demonstration der Bohrlochlagerung von Brennstabkokillen, das im Rahmen des ESDRED-Projektes bearbeitet wird:
Am zweiten Tag stand ein Besuch des Versuchsstandes für die Bohrlochlagerung ausgedienter Brennelemente in Landesbergen (Kreis Nienburg) auf dem Programm. Dort wurde der vollständige Einlagerungsprozess einer Brennstabkokille in ein simuliertes Bohrloch vorgeführt. Alle Maschinen und Komponenten sind im Maßstab 1 : 1 gefertigt und werden im Reihenversuch auf ihre Zuverlässigkeit überprüft.
Die Veranstaltung wurde in gleicher Weise von Organisatoren wie auch von den Teilnehmern als sehr erfolgreich eingeschätzt.
Hier finden Sie Photos der Veranstaltung.

