
Dipl.-Kfm. Borries Raapke, kaufmännischer Geschäftsführer der DBE mit Beatrice Maier, Senior Consultant der DNV, und Assessor des Bergfachs Michael Ripkens, technischer Geschäftsführer der DBE mit der Urkunde.

Assessor des Bergfachs Michael Ripkens, technischer Geschäftsführer der DBE
Eine besondere Auszeichnung im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ging jetzt an die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE) und ihre 100% ige Tochtergesellschaft DBE TECHNOLOGY GmbH. Den beiden Unternehmen aus dem niedersächsischen Peine bei Hannover gelang es, die Zertifizierung der Stufe 9 auf einer Skala von 1 (schwach) - 10 (exzellent) zu erhalten. Damit ist die DBE das weltweit einzige Unternehmen, das den sehr hohen Anforderungen des Level 9 gerecht wird. Das Level 10 wurde bis zum heutigen Tag noch niemals vergeben.
Die Einstufung in Level 9 setzt voraus, dass in jedem der insgesamt 15 Themenbereiche 90% aller Fragen fehlerfrei beantwortet und mit Nachweisen aus der Praxis belegt werden müssen. Die Zuordnung zu einer Levelstufe gibt Auskunft über die Qualität des geprüften Unternehmens im Arbeits- und Gesundheitsschutz, aber auch über die Gesamtorganisation des Unternehmens im Sinne eines funktionalen Managements.
Das Audit wurde von dem weltweit führenden Zertifizierer Det Norske Veritas (DNV) aus Norwegen durchgeführt. Zwei Auditoren hatten sowohl Mitarbeiter als auch die beiden Geschäftsführer der Zentrale in Peine und zahlreiche Mitarbeiter der Betriebsstätten in Gorleben, Morsleben und Salzgitter einer intensiven Überprüfung unterzogen.
Diese erstreckte sich über einen Zeitrahmen von 14 Tagen. Von den knapp 1.000 Beschäftigten arbeiteten am 30.9.2011 in der Peiner Zentrale 340 Mitarbeiter, am Erkundungsbergwerk Gorleben und dem Endlager Morsleben jeweils 181 Mitarbeiter und 221 Mitarbeiter auf der Schachtanlage Konrad in Salzgitter. Die DBE beschäftigt insgesamt 46 Auszubildende. Allein in den letzten 12 Monaten wurden 144 neue Arbeitsverträge geschlossen und diese Zahl soll um 50 weitere Arbeitsplätze bis Mitte 2012 weiter aufgestockt werden. „Den neuen Mitarbeitern, vorrangig Diplom-Ingenieuren und qualifizierten Bergleuten legen wir die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz besonders an’s Herz und schulen sie permanent. Nur so konnten unsere Mitarbeiter dieses phantastische Ergebnis nun schon zum 2. Mal erreichen.“ erklärt Assessor des Bergfachs Michael Ripkens, technischer Geschäftsführer der DBE und DBE TECHNOLOGY GmbH.
Bereits vor drei Jahren ließ sich die DBE das 1. Mal auditieren und erreichte auf Anhieb das Level 9. In Deutschland war das im Jahr 2008 erreichte höchste Niveau das Level 8 gewesen. Zeitgleich wurde Level 9 auch zwei Kernkraftunternehmen in Großbritannien zuerkannt. Jetzt stellte sich jedoch nur die DBE und DBE TECHNOLOGY GmbH dieser schwierigen Prüfung, die für die Peiner Firma wiederholt erfolgreich ausging.
Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Optimierungsvorschläge, die DNV in einem Abschlussbericht nach dem 1. Audit zusammenfasste, nachprüfbar erfolgreich umgesetzt worden sind. Eine gleichbleibend hohe Leistung reicht folglich nicht zu einer erneuten Einstufung in Level 9.
"Das Ergebnis ist Ausdruck unseres Selbstverständnisses von ‚Sicherheit geht uns vor alles’. Sie hat höchste Priorität in unserem Unternehmen - und das Tag für Tag." betont Ripkens, dem seit 11 Jahren als technischer Geschäftsführer der Bereich Arbeitssicherheit untersteht. Das Prozedere der Zertifizierung sei intensiv und gehe bis ins kleinste Detail. Entscheidend aber, so Ripkens, ist die Überprüfung und Umsetzung des theoretischen Wissens in der Praxis und in der täglichen Anwendung. Nicht ohne Grund laute der Firmenslogan "Verantwortung für Generationen".