
Unterzeichnung des Vertrages in Sofia am 25.10.2011: Trachykov Traykov (Minister für Wirtschaft, Energie und Tourismus, Bulgarien), Borries Raapke (Geschäftsführer DBE TECHNOLOGY GmbH), José Emeterio Gutierrez (Präsident von Westinghose) (von 2. von links nach rechts)
Die Staatliche Gesellschaft für Radioaktive Abfälle (SERAW) hat im Sommer 2010 die Durchführung der technischen Planungen für ein nationales Oberflächenendlager für kurzlebige schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Bulgarien und die Erstellung einer vorläufigen Sicherheitsanalyse europaweit ausgeschrieben. Im Bieterverfahren konnte sich das Konsortium aus WESTINGHOUSE ELECTRIC SPAIN SAU (Projektführer), DBE TECHNOLOGY GmbH und ENRESA (Spanien) durchsetzen. Die Vertragsunterzeichnung war am 25. Oktober 2011 im Beisein des bulgarischen Ministers für Wirtschaft, Energie und Tourismus in Sofia.
SERAW beabsichtigt die Errichtung eines Oberflächenendlagers für kurzlebige schwach- und mittelradioaktive Abfälle in der Nähe des Kernkraftwerks Kozloduy. Dessen Stilllegungsabfälle, die Betriebsabfälle der anderen bulgarischen Kernkraftwerke und des Forschungsreaktors, der Krankenhäuser und der Industrie sollen hier endgelagert werden.
Ein Ziel des Projektes ist die Erstellung aller für spätere Genehmigungsverfahren erforderlichen Unterlagen. Außerdem soll der Auftragnehmer den Auftraggeber im Genehmigungsverfahren unterstützen. Die Projektlaufzeit beträgt 36 Monate, das finanzielle Projektvolumen 8,1 Mio Euro. Der DBE TEC-Anteil beträgt 2,15 Mio Euro. Der Arbeitsanteil der DBE TEC umfasst die technische Auslegung sowie technische Planungen für die über- und untertägigen Anlagen, Planungen für die Anlagensicherung, die Organisation und Ausführung der Bauarbeiten, Personal- und Finanzbedarf, die Entsorgung von Betriebsfällen, Untersuchungen zu Umweltbeeinflussungen und -überwachung, Betriebs- und Langzeitsicherheit. Während der zweiten Projektphase wird der Auftraggeber im Genehmigungsverfahren unterstützt.